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Serial Over LAN

Serial Over LAN ist ein Mechanismus zur Nutzung des seriellen Ports über das IP Netz. Um es verwenden zu können, ist es jedoch erforderlich, Ihr Betriebssystem entsprechend zu konfigurieren.

Serial Over LAN ist auf unseren EG, MG und HG Servern mit der Option "Professionelle Nutzung" verfügbar.

Hinweis für den Zugriff per SSH:
Hierfür muss im Manager V3 zunächst ein SSH-Schlüssel hinterlegt werden. Dann wird Ihnen unter "Serial Over LAN - IPMI" der Zugriff mittels SSH Konsole angeboten. Klicken Sie auf das entsprechende Symbol und die relevanten Verbindungsparameter sind zu sehen.

Konfiguration


Linux


Eine Konsole auf dem seriellen Port öffnen


Um sich mit einem Terminal verbinden zu können muss eine Konsole auf dem seriellen IPMI Port (ttyS2 / COM3) geöffnet werden.

Wir erstellen zur Sicherheit eine Kopie der Datei /etc/inittab, bevor wir diese editieren:
cp /etc/inittab /etc/inittab.backup
pico /etc/inittab

Anschliessend muss die rote Zeile in der /etc/inittab hinzugefügt werden (diese kann abhängig von Ihrer Distribution leicht abweichen):
# Beispiel zur Einrichtung von getty auf einer seriellen Leitung (für ein Terminal)
#
#T0:23:respawn:/sbin/getty -L ttyS0 9600 vt100
#T1:23:respawn:/sbin/getty -L ttyS1 9600 vt100
T2:23:respawn:/sbin/getty -L ttyS2 115200 vt100

Dann verwenden wir init, um die Konfigurationen in der /etc/inittab neu zu laden:
/sbin/init q

Wir werden Verbindungen des Superusers (root) auf dem seriellen Port erlauben. Dazu muss die Datei /etc/securetty editiert und falls notwendig die rote Zeile hinzugefügt werden:
# UART serial ports
ttyS0
ttyS1
ttyS2


Konfiguration von grub2 für den seriellen Port


Um Zugriff auf grub zu erhalten und die Kernel- und init-Messages auf dem seriellen Port anzuzeigen muss die grub Konfiguration geändert werden, im Folgenden wird die Vorgehensweise dazu beschrieben:

Achtung, diese Konfiguration kann die von unseren Technikern durchgeführten Diagnosen beeinträchtigen, bitte aktivieren Sie sie nur, wenn Sie verstehen, was Sie tun (die init Messages werden dann nur noch auf dem seriellen Port angezeigt und nicht mehr auf dem Bildschirm).

Wir erstellen zur Sicherheit eine Kopie der Datei /etc/default/grub, bevor wir diese editieren:
cp /etc/default/grub /etc/default/grub.bak
pico /etc/default/grub

Hier ein Beispiel einer /etc/default/grub Datei, die geänderten oder hinzugefügten Zeilen sind rot hervorgehoben:
GRUB_DEFAULT=0
GRUB_TIMEOUT=5
GRUB_DISTRIBUTOR=`lsb_release -i -s 2> /dev/null || echo Debian`
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet"
GRUB_CMDLINE_LINUX="console=tty0 console=ttyS2,115200n8"
GRUB_TERMINAL="console serial"
GRUB_DISABLE_LINUX_UUID=true
GRUB_SERIAL_COMMAND="serial --unit=2 --speed=115200 --word=8 --parity=no --stop=1"

Sobald die Änderungen an der /etc/default/grub durchgeführt wurden führen wir ein Update von grub durch:
# update-grub
Generating grub.cfg ...
Warning: update-grub_lib is deprecated, use grub-mkconfig_lib instead
Found linux image: /boot/bzImage-2.6.38.2-xxxx-grs-ipv6-64
No volume groups found
done


Konfiguration von grub2 für den seriellen Port


Um Zugriff auf lilo zu erhalten und die Kernel- und init-Messages auf dem seriellen Port anzuzeigen muss die lilo Konfiguration geändert werden, im Folgenden wird die Vorgehensweise dazu beschrieben:

Achtung, diese Konfiguration kann die von unseren Technikern durchgeführten Diagnosen beeinträchtigen, bitte aktivieren Sie sie nur, wenn Sie verstehen, was Sie tun (die init Messages werden dann nur noch auf dem seriellen Port angezeigt und nicht mehr auf dem Bildschirm).

Wir erstellen zur Sicherheit eine Kopie der Datei /etc/lilo.conf, bevor wir diese editieren:
cp /etc/lilo.conf /etc/lilo.conf.bak
pico /etc/lilo.conf

Hier ein Beispiel einer /etc/lilo.conf Datei, die geänderten oder hinzugefügten Zeilen sind rot hervorgehoben:
prompt
timeout=50
default=linux
boot=/dev/md1
raid-extra-boot=mbr-only
map=/boot/map
install=/boot/boot.b
lba32
append="console=tty0 console=ttyS2,115200n8"
serial=0,115200n8

image=/boot/bzImage-2.6.38.2-xxxx-grs-ipv6-32
label=linux
read-only
root=/dev/md1

Sobald die Änderungen an der /etc/lilo.conf durchgeführt wurden führen wir ein Update von lilo durch:
# lilo -v
LILO version 22.7, Copyright (C) 1992-1998 Werner Almesberger
Development beyond version 21 Copyright (C) 1999-2005 John Coffman
Released 12-Apr-2005 and compiled at 13:42:58 on May 10 2006

Using BIOS device code 0x80 for RAID boot blocks
Reading boot sector from /dev/md1
Using MENU secondary loader
Calling map_insert_data

Boot image: /boot/bzImage-2.6.38.2-xxxx-grs-ipv6-32
Added linux *

Reading boot sector from /dev/sda
/boot/boot.0800 exists - no boot sector backup copy made.
The Master boot record of /dev/sda has been updated.
Reading boot sector from /dev/sdb
Warning: /dev/sdb is not on the first disk
/boot/boot.0810 exists - no boot sector backup copy made.
The Master boot record of /dev/sdb has been updated.