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IPv4 und IPv6


Theorie


Hier einige Seiten, auf welchen Sie sich über IPv6 informieren können:


IPv6 bei OVH


Für unsere Einrichtungen verfügen wir über folgendes /32 Netz: 2001:41D0::/32

Für das Routing verwenden wir Cisco 6k Router (6509 mit sup720 Karten die nativ IPv6 Pakete routen).

Jeder Kunde, der einen dedizierten Server bei OVH hat, verfügt über eine feste IPv4. Zusätzlich sind bei zahlreichen Server-Modellen eine oder mehrere Failover IPv4 möglich. Zudem ist bei bei vielen Server-Modellen ein /64 oder /128 IPv6 Netz vorhanden.

Sie können also mit einem dedizierten Server:

  • mehrere SSL- Zertifikate verwenden
  • mehrere anonyme FTP betreiben
  • Web-Hosting auf IP-Basis betreiben
  • ein öffentliches VPN basierend auf dem dedizierten Server einrichten
  • usw...


Vorbereitung


  • Es muss die dem Server zugewiesene IPv6 im Manager ausgelesen werden


Ein IPv6 Beispiel


Eine IPv4:
213.186.35.9/24

wird zu folgender IPv6:
2001:41d0:1:209::/64


Hier Beispiele von IPv6 die man auf diesem dedizierten Server konfigurieren kann:
2001:41d0:1:209::1/64
2001:41d0:1:209:FF:FF:FF:FF/64
2001:41d0:1:209:A::1:1/64
2001:41d0:1:209::1:B:F/64
2001:41d0:1:209:1:1:1:1/64


Die folgenden Schreibweisen sind gleichwertig:
2001:41d0:1:209::1:B:F/64
2001:41d0:1:209:0:1:B:F/64
2001:41D0:0001:0209:0000:0001:000B:0000F/64

Man kann aber :: nur ein einziges Mal platzieren.


Ein ifconfig Beispiel


Nachdem man den Server auf einen IPv6 Kernel umgestellt hat erscheint nach dem Reboot bereits eine IPv6 Info in der ifconfig:
adr inet6: fe80::2e0:4cff:fe99:88d0/64 Scope:Lien

Es handelt sich hier um einen lokalen Link den der Router diesem Server zugewiesen hat.
Man kann also annehmen dass IPv6 im Netzwerk funktioniert.


Route: IPv6 Gateway


Der Router (Standardgateway) für jede IPv6 befindet sich immer auf IP:v:6:FF:FF:FF:FF:FF
Es bleiben also immer die ersten 3 1/2 Nibbles der IPv6 stehen, der Rest wird mit FF aufgefüllt ->
xx:xx:xx:xFF:FF:FF:FF:FF bzw. xx:xx:xx:xxFF:FF:FF:FF:FF

Beispiel:

Die IPv6 des Servers: 2001:41D0:1:46e::/64 wird zu 2001:41D0:1:4 + 5 Mal FF.
IPv6 Gateway: 2001:41D0:1:4FF:FF:FF:FF:FF

Die IPv6 des Servers: 2001:41d0:1:2090::/64 wird also zu 2001:41d0:1:20 + 5 Mal FF.
IPv6 Gateway: 2001:41d0:1:20FF:FF:FF:FF:FF

IPv6 Installation


Für alle Linux Distributionen in den Unten stehenden Beispielen muss der Server mit einem IPv6 Kernel verwendet werden und es muss die IPv6 aus dem Manager ausgelesen werden.
Ein uname -a zeigt an dass ein IPv6 Kernel verwendet wird, und der Befehl ifconfig zeigt uns dass wir Dank des Routers bereits einen lokalen IPv6 Link haben.


Redhat, CentOS, Fedora


Der dedizierte Server den wir konfigurieren werden läuft mit der IPv4: 213.186.35.9/24 , dies wird zu folgender IPv6: 2001:41d0:1:209::/64 .
Die folgenden Beispiele sind identisch für Redhat 7.2, Fedora und CentOS. Sie können also auch auf die OVH Release Plesk 8 (basierend auf Fedora Core 4) angewandt werden.

ifconfig
eth0 Lien encap:Ethernet HWaddr 00:E0:4C:99:88:D0
inet adr:213.186.35.9 Bcast:213.186.35.255 Masque:255.255.255.0
adr inet6: fe80::2e0:4cff:fe99:88d0/64 Scope:Lien


Wir werden 2001:41D0:1:209::1/64 auf eth0 hinzufügen:
/sbin/ifconfig eth0 inet6 add 2001:41D0:1:209::1/64


Damit die IPv6 nicht beim nächsten Reboot verschwindet muss sie in der Konfigurationsdatei des Interfaces eth0 hinzugefügt werden. Wir werden eine Kopie der Datei erstellen und sie dann editieren:
cp /etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-eth0 /etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-eth.backup
nano /etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-eth0

Hier der Inhalt der Datei nach der Änderung. Die roten Optionen wurden hinzugefügt:
DEVICE=eth0
BOOTPROTO=static
IPADDR=213.186.35.9
NETMASK=255.255.255.0
ONBOOT=yes
GATEWAY=213.186.35.254
IPV6INIT=yes
IPV6ADDR="2001:41D0:1:209::1/64"


Es muss noch die Datei /etc/sysconfig/network editiert und folgende Zeile hinzugefügt werden NETWORKING_IPV6=yes

# This line commented out by System Configurator
NETWORKING=yes
HOSTNAME=ghost.ovh.net
GATEWAY=0.0.0.0
NETWORKING_IPV6=yes

Es muss neu gestartet werden mit red:/etc/init.d/network restart Es ist möglich dass Redhat einen Fehler anzeigt: "modprobe: Can't open dependencies file..." Sie können diesen ignorieren, er beeinflusst nicht das Ergebnis.

ifconfig ?
red:ifconfigEthernet HWaddr 00:E0:4C:99:88:D0
inet adr:213.186.35.9 Bcast:213.186.35.255 Masque:255.255.255.0
adr inet6: 2001:41d0:1:209::1/64 Scope:Global
adr inet6: fe80::2e0:4cff:fe99:88d0/64 Scope:Lien


Es kann sein, dass Sie den Gateway anpingen können, Ihre IPv6 jedoch nicht verwenden können. Fügen Sie in diesem Fall eine Standard-Route hinzu:

route -A inet6 add default gw ihre.gateway.ipv6 dev eth0


Zum Beispiel:

route -A inet6 add default gw 2001:41d0:1:2FF:FF:FF:FF:FF dev eth0


Gentoo


Der dedizierte Server den wir konfigurieren werden läuft mit der IPv4: 213.186.40.86/24 , dies wird zu folgender IPv6: 2001:41d0:1:756::1/64 .
Sie auf Ihrer Seite müssen die IPv6 in Ihrem Manager auslesen und mit einem IPv6 Kernel booten. Der Befehl ifconfig zeigt uns dass wir Dank des Routers bereits einen lokalen IPv6 Link haben.

ifconfig
eth0 Lien encap:Ethernet HWaddr 00:E0:4C:8D:73:4D
inet adr:213.186.40.86 Bcast:213.186.40.255 Masque:255.255.255.0
adr inet6: fe80::2e0:4cff:fe8d:734d/64 Scope:Lien

Es muss dann die Datei /etc/conf.d/net editiert werden, dort einfach die IPv6 in die () des Interfaces eth0 eintragen. Hier der Inhalt der Datei nach dem Hinzufügen der IPv6. Die durchgeführten Änderungen sind fett markiert:
config_eth0=( "213.186.40.86 netmask 255.255.255.0"
__"2001:41D0:1:756::1/64"
"2001:41D0:1:756::2/64"__ )
routes_eth0=( "default gw 213.186.40.254" )

Wir starten das Interface neu:
/etc/init.d/net.eth0 restart

ifconfig ?
red:ifconfigEthernet HWaddr 00:E0:4C:8D:73:4D
inet adr:213.186.40.86 Bcast:213.186.40.255 Masque:255.255.255.0
adr inet6: 2001:41d0:1:756::1/64 Scope:Global
adr inet6: 2001:41d0:1:756::2/64 Scope:Global
adr inet6: fe80::2e0:4cff:fe8d:734d/64 Scope:Lien


Es kann sein, dass Sie den Gateway anpingen können, Ihre IPv6 jedoch nicht verwenden können. Fügen Sie in diesem Fall eine Standard-Route hinzu:

route -A inet6 add default gw ihre.gateway.ipv6 dev eth0


Zum Beispiel:

route -A inet6 add default gw 2001:41d0:1:2FF:FF:FF:FF:FF dev eth0


Debian, Ubuntu


Der dedizierte Server den wir konfigurieren werden läuft mit der IPv4: 213.251.132.138/24 , dies wird zu folgender IPv6: 2001:41D0:1:218a::/64.
Sie auf Ihrer Seite müssen die IPv6 in Ihrem Manager auslesen und mit einem IPv6 Kernel booten. Der Befehl ifconfig zeigt uns dass wir Dank des Routers bereits einen lokalen IPv6 Link haben.
eth0 Lien encap:Ethernet HWaddr 00:11:11:6C:E3:93
inet adr:213.251.132.138 Bcast:213.251.132.255 Masque:255.255.255.0
adr inet6: fe80::211:11ff:fe6c:e393/64 Scope:Lien

Es muss dann die Datei: /etc/network/interfaces editiert werden, dort einfach die IPv6 hinzufügen:
iface eth0 inet6 static
address 2001:41D0:1:218a::1
netmask 64
post-up /sbin/ip -f inet6 route add 2001:41D0:1:21ff:ff:ff:ff:ff dev eth0
post-up /sbin/ip -f inet6 route add default via 2001:41D0:1:21ff:ff:ff:ff:ff
pre-down /sbin/ip -f inet6 route del default via 2001:41D0:1:21ff:ff:ff:ff:ff
pre-down /sbin/ip -f inet6 route del 2001:41D0:1:21ff:ff:ff:ff:ff dev eth0

Für jede zusätzliche IPv6 muss folgendes am Ende der Datei hinzugefügt werden:
post-up /sbin/ifconfig eth0 inet6 add 2001:41D0:1:218a::2/64
pre-down /sbin/ifconfig eth0 inet6 del 2001:41D0:1:218a::2/64

Und für die nächste dann:
post-up /sbin/ifconfig eth0 inet6 add 2001:41D0:1:218a::4/64
pre-down /sbin/ifconfig eth0 inet6 del 2001:41D0:1:218a::4/64


ifconfig ?
ifconfig
eth0 Lien encap:Ethernet HWaddr 00:11:11:6C:E3:93
inet adr:213.251.132.138 Bcast:213.251.132.255 Masque:255.255.255.0
adr inet6: 2001:41d0:1:218a::1/64 Scope:Global
adr inet6: 2001:41d0:1:218a::2/64 Scope:Global
adr inet6: 2001:41d0:1:218a::4/64 Scope:Global
adr inet6: fe80::211:11ff:fe6c:e393/64 Scope:Lien


Es kann sein, dass Sie den Gateway anpingen können, Ihre IPv6 jedoch nicht verwenden können. Fügen Sie in diesem Fall eine Standard-Route hinzu:

route -A inet6 add default gw ihre.gateway.ipv6 dev eth0


Zum Beispiel:

route -A inet6 add default gw 2001:41d0:1:2FF:FF:FF:FF:FF dev eth0


Free BSD


Der dedizierte Server den wir konfigurieren werden läuft mit der IPv4: 213.186.40.117/24 , dies wird zu folgender IPv6: 2001:41D0:1:775::/64. Unsere FreeBSD Server müssen nicht von einem Netboot Kernel gebootet werden, Sie müssen aber die IPv6 im Manager auslesen.
In diesem Beispiel hier ist r10 das Netzwerkinterface. Es ist auch möglich dass das Interface in der ifconfig als vr0 eingetragen ist. In diesem Fall genügt es alle folgenden r10 durch vr0 zu ersetzen.

Wir werden damit beginnen folgende Zeilen in der /etc/sysctl.conf hinzuzufügen:
net.inet6.ip6.accept_rtadv=1

Und neu starten:
/etc/rc.d/sysctl restart

um die Option "router advertisement" zu aktivieren. Anschliessend genügt es die IPv6 zuerst einmal von Hand hinzuzufügen:
ifconfig rl0 inet6 2001:41D0:1:756::/64

um die Info zum "default_router" zu erhalten. Die gesuchte Information ist fett markiert:
rtsol -d rl0
checking if rl0 is ready...
get_llflag() failed, anyway I'll try
send RS on rl0, whose state is 2
received RA from fe80::2d0:3ff:fe75:e000 on rl0, state is 2
stop timer for rl0
there is no timer

Alle Informationen für die Konfiguration von /etc/rc.conf sind hier. Wir werden also folgende Zeilen unten in der Datei einfügen:
ipv6_enable="YES"
ipv6_network_interface="rl0"
ipv6_ifconfig_rl0="2001:41D0:1:756::1 prefixlen 64"
ipv6_ifconfig_rl0_alias0="2001:41D0:1:756::12 prefixlen 64

Jede zusätzliche IPv6 wird hinzugefügt wie pv6_ifconfig_rl0_aliasX= .
Wir starten neu:
/etc/rc.d/network_ipv6 restart


ifconfig ?
rl0: flags=8843 mtu 1500
inet6 fe80::2e0:4cff:fe89:2883%rl0 prefixlen 64 scopeid 0x1
inet 213.186.40.117 netmask 0xffffff00 broadcast 213.186.40.255
inet6 2001:41d0:1:756::1 prefixlen 64 duplicated
inet6 2001:41d0:1:756::12 prefixlen 64
inet6 2001:41d0:1:756::13 prefixlen 64
ether 00:e0:4c:89:28:83



Windows


Sie müssen sich per TSE (Remotedesktopverbindung) mit dem Server verbinden und dann wie folgt klicken auf:
Start > Control Panel > Network Connexion > Local Area Connection > Properties

Einmal auf dieser Seite führen Sie aus:
Install > Protocol > Add > Microsoft TCP/IP version 6 > OK

Anschliessend:
Start > Command Prompt

Um folgenden Befehl einzugeben:
netsh interface ipv6 add address "Local Area Connection" 2001:41d0:1:733::1



Überprüfung


ping6 Test


Wir führen einen ping6 auf einen Router durch:
red:ping6 -c 441d0:1:2FF:FF:FF:FF:FF
PING 2001:41d0:1:2FF:FF:FF:FF:FF(2001:41d0:1:2ff:ff:ff:ff:ff) from 2001:41d0:1:209::1 : 56 data bytes
64 bytes from 2001:41d0:1:2ff:ff:ff:ff:ff: icmp_seq=0 hops=64 time=127.977 msec
64 bytes from 2001:41d0:1:2ff:ff:ff:ff:ff: icmp_seq=1 hops=64 time=24.242 msec
64 bytes from 2001:41d0:1:2ff:ff:ff:ff:ff: icmp_seq=2 hops=64 time=205.934 msec
64 bytes from 2001:41d0:1:2ff:ff:ff:ff:ff: icmp_seq=3 hops=64 time=129.853 msec


4 packets transmitted, 4 packets received, 0% packet loss
round-trip min/avg/max/mdev = 24.242/122.001/205.934/64.613 ms

Traceroute6 Test


Ein traceroute6 zum DNS IPv6 Server der Afnic:
red:traceroute6~~ 2001:660:3006:1::1:1
traceroute to 2001:660:3006:1
1:1 (2001:660:3006:1
1:1) from 2001:41d0:1:209::1, 30 hops max, 16 byte packets
1 2001:41d0:1:2ff:ff:ff:ff:ff (2001:41d0:1:2ff:ff:ff:ff:ff) 0.726 ms 0.508 ms *
2 * * *
3 renater.sfinx.tm.fr (2001:660:a100:2::1) 0.879 ms 0.787 ms 0.721 ms
4 afnic.sfinx.tm.fr (2001:660:a100:2::101) 1.13 ms 1.131 ms 1.099 ms
5 ns3.nic.fr (2001:660:3006:1::1:1) 0.933 ms 0.954 ms 0.922 ms

Es funktioniert also.
Es gibt Webseiten die die Möglichkeit bieten einen traceroute6 oder ping6 online durchzuführen. Diese können Sie nutzen um zu überprüfen ob die hinzugefügten IPs funktionieren.