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Bei OVH haben Sie jederzeit Zugriff auf den Rescue Pro Modus. Er erlaubt es, per SSH auf die Maschine zuzugreifen und auch die Hardware zu überprüfen. Der Vorteil ist dass es nicht notwendig ist, den Kundendienst zu kontaktieren um einen Eingriff zu planen, denn mit dem Rescue können Sie selbst den Test durchführen, und zwar dann wenn es Ihnen passt und es am wenigsten die Nutzung des Servers stört.
Wenn einer der Tests scheitert oder Fehler findet, dann genügt es wenn Sie sich in Ihren Manager begeben, in der Rubrik "Kontaktieren Sie den Kundendienst" können Sie dann unter "Melden Sie eine Störung" ein Ticket dazu eröffnen. Übermitteln Sie einfach das Ergebnis Ihres Tests, zum Beispiel: "Der Server hat sich beim CPU Burn aufgehängt". Wir greifen dann umgehend ein um Ihre Hardware auszutauschen. Achtung: Sie dürfen nicht das Webinterface und SSH gleichzeitig verwenden! Wenn Sie einen Check der Festplatten über das Webinterface starten und die Partitionen per SSH mounten dann kann dies zum Verlust Ihrer Daten führen!! Wählen Sie in Ihrem Manager v3 Ihren Server aus. und klicken Sie auf die Rubrik "Dienstleistungen" und dann "Netboot". Wählen Sie dort in dem Menü den Modus "Rescue Pro". Führen Sie danach wenn möglich einen Soft Reboot Ihres Servers durch (per SSH: /sbin/reboot), verwenden Sie den Hard Reboot über den Manager nur wenn Sie keine andere Möglichkeit haben. Sie erhalten dann eine E-Mail, die einen Link und das Passwort enthält mit denen Sie auf Ihren Server im Rescue Modus zugreifen können. Es kann auch vorkommen, dass unsere Techniker bereits auf Ihrem Server eingegriffen haben. Wenn die Techniker keinen Hardwaredefekt auf dem Server feststellen können, dann starten diese Ihren Server im Rescue Modus, damit Sie die notwendigen Überprüfungen/Korrekturen vornehmen können, die notwendig sind, um den Server wieder in Produktion zu nehmen. Sobald Ihr Server in den Rescue Pro Modus versetzt wurde erhalten Sie eine E-Mail mit einem Link und einem Passwort, mit denen Sie sich mit den Hardware Tests verbinden können (ip.adresse.ihres.servers:81). Hier ein Überblick über das Interface: ![]() ![]() Liste der Checks
Es können nicht alle Probleme mit diesem Interface erkannt werden, wie zum Beispiel unregelmässige Reboots usw. Zögern Sie nicht, den Test durchzuführen und anschliessend den technischen Kundendienst zu kontaktieren, der Ihnen helfen kann den Server zu analysieren. Achtung: Sie werden wahrscheinlich folgende Fehlermeldung bei etwa 64% Fortschritt des RAM-Tests erhalten: Your server hasn't reacted for a least 20 seconds. it is probably down you can try to refresh the page if the server crashed while doing a cpu test. it is possible that the cpu is faulty. Sie können auf "OK" klicken, dies geschieht meistens weil der Test der bei 64% durchgeführt wird sehr lange dauert. Verbinden Sie sich wie gewohnt per SSH mit Ihrem Server. Die einzige Sache die sich ändert ist das Passwort. Es muss das temporäre Rootpasswort verwendet werden das Sie per E-Mail nach dem Wechsel in den Rescue Modus erhalten. angie@amazone:~$ ssh root@213.186.xx.yy The authenticity of host '213.186.xx.yy (213.186.xx.yy)' can't be established. RSA key fingerprint is 02:11:f2:db:ad:42:86:de:f3:10:9a:fa:41:2d:09:77. Are you sure you want to continue connecting (yes/no)? yes Warning: Permanently added '213.186.xx.yy' (RSA) to the list of known hosts. Password: rescue:~# Sie sind jetzt verbunden, können aber noch nicht auf Ihre Dateien zugreifen. Sie müssen zuerst das Dateisystem "mounten". Normalerweise ist die erste Partition Ihr Wurzelverzeichnis "/" und die zweite Partition entspricht dem Verzeichnis "/home". Die genaue Partitionierung auf Ihrem Server können Sie auf der Konsole mit dem Befehl fdisk sehen. Die Devices sind dann vom Typ:
Sie können auch die devfs Bezeichnungen verwenden. Wenn Sie nicht wissen was für eine Festplatte Sie haben und wie deren Partitionstabelle ist, dann verwenden Sie die Befehle fdisk oder sfdisk. Hier ein Beispiel für die Verwendung des Befehls und die zurückgegebene Antwort: rescue:~# fdisk -l Disk /dev/hda 40.0 GB, 40020664320 bytes 255 heads, 63 sectors/track, 4865 cylinders Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes Device Boot Start End Blocks Id System /dev/hda1 * 1 1305 10482381 83 Linux /dev/hda2 1306 4800 28073587+ 83 Linux /dev/hda3 4801 4865 522112+ 82 Linux swap / Solaris Disk /dev/sda 8254 MB, 8254390272 bytes 16 heads, 32 sectors/track, 31488 cylinders Units = cylinders of 512 * 512 = 262144 bytes Device Boot Start End Blocks Id System /dev/sda1 1 31488 8060912 c W95 FAT32 (LBA) Hier ist der Server mit 2 Devices ausgestattet. Man sieht bei /dev/hda ein Sternchen (*) das zeigt dass es sich um eine bootbare Platte handelt. Als zweites sieht man eine USB Flash Disk. Um das Wurzelverzeichnis / des Servers zu mounten genügt es folgendes auszuführen: rescue:~# mount /dev/hda1 /mnt/ Normalerweise ist /home auf /dev/hda2. Wir mountenes nach / mit dem Befehl mount /dev/hda2 /mnt/home. Das /home Verzeichnis ist nicht unbedingt auf /dev/hda2 und es kann auch sein dass Ihre Daten in /var liegen, bei Plesk zum Beispiel. Um bei der Konfiguration sicher zu sein können Sie / mounten und anschliessend cat /mnt/etc/fstab ausführen. Diese Datei enthält die PArtitionen des Servers wenn dieser von seiner Festplatte bootet. Hier ein Beispiel: rescue:# cat /mnt/etc/fstab /dev/hda2 /var ext3 defaults,usrquota,grpquota 1 2 /dev/hda3 swap swap defaults 0 0 /dev/devpts /dev/pts devpts gid=5,mode=620 0 0 /dev/shm /dev/shm tmpfs defaults 0 0 /dev/proc /proc proc defaults 0 0 /dev/sys /sys sysfs defaults 0 0 In diesem Fall befindet sich /dev/hda2 also in /var und nicht in /home. Mounten müssen Sie darum hier mit: mount /dev/hda2 /mnt/var . Für die RPS die unter NFS betrieben werden genügt es, im Rescue Modus folgendes einzugeben: mount -a. Das NFS wird sich dann ganz allein mounten (im Pfad /mnt). Man kann jetzt die Dateien editieren, indem man zum Beispiel den Pfad /mnt/var/.... verwendet oder /mnt/etc/lilo.conf. Aber um manche Dinge zu tun (z.B. Passwortänderung) muss man root auf dem System das auf der Festplatte installiert ist sein, was mit dem root des Rescue Modus nicht möglich ist. Für diese Operationen muss man den Befehl chroot verwenden: rescue:~# chroot /mnt/ rescue:/# Man sieht dass nachdem ich gechrootet habe die eingabeaufforderung mich im / des Servers platziert. Nun kann ich Befehle auf meinem System ausführen. Einige Beispiele für die Möglichkeiten des Rescue Modus werden derzeit zusammengestellt. Wir werden bald eine kleine Liste der Eingriffe, um die man uns oft bittet, zur Verfügung stellen. Nachdem wir die Änderungen vorgenommen haben müssen wir in den Manager zurückkehren, um im Menü mit den Bootoptionen unsere normale Bootmethode wieder einzustellen. Wenn dies erfolgt ist führen wir einen Soft Reboot des Servers durch (den Hard Reboot im Manager sollten Sie nur verwenden, wenn ein Soft Reboot nicht möglich ist). rescue:~# /sbin/reboot Broadcast message from root (pts/0) (Tue Apr 12 15:56:17 2005): The system is going down for reboot NOW! Wenn Sie einige grundlegende Regeln zur Administration berücksichtigen, wie in der Hilfe Nützliche Informationen zur Verwendung Ihres Servers beschrieben, dann können Sie jederzeit wieder die Kontrolle über Ihren Server zurückerlangen und so dessen Ausfallzeiten reduzieren. |