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Proxmox


BESCHREIBUNG


Proxmox ist eine Virtualisierungs-Distribution, die die Möglichkeit bietet, virtuelle Server (VPS) mit den OpenVZ und Linux KVM Technologien gleichzeitig zu verwalten. Die Verwaltung erfolgt ganz einfach mit wenigen Klicks über ein Webinterface, auf das Sie nach der Installation Ihres Servers Zugriff haben. Verbinden Sie sich mit dem Interface, das Sie unter https://ihrserver.ovh.net finden, mit dem Benutzernamen root und dessen Passwort.


KVM


Eine .ISO Datei importieren

Linux KVM funktioniert nach dem Prinzip der "Full Virtualisation" und benötigt deshalb einen Prozessor mit Virtualisierungsfunktionen (VMX). Dies erlaubt es Ihnen, das Betriebssystem Ihrer Wahl von einer von einer Installations-CD erstellten .ISO Datei aus zu installieren.

Um eine .ISO Datei zu importieren wählen Sie in Proxmox die Rubrik ISO Images aus und klicken anschliessend auf Durchsuchen, um Ihre ISO Datei auszuwählen.

Oder:

Platzieren Sie die .ISO Dateien in dem Ordner /var/lib/vz/template/iso/ auf Ihrem Server, um diese direkt über das Webinterface verwenden zu können.


Eine Bridge VM erstellen (empfohlen)

Um eine Bridge VM zu erstellen begeben Sie sich in Proxmox in die Rubrik "Virtuelle Maschinen" und wählen dort "Erstellen" aus.

Es wird dann folgendes Formular angezeigt:



Passen Sie dessen Einträge wie folgt an:

- Wählen Sie das Installationsmedium (Ihre .ISO Datei) aus.
- Geben Sie den gewünschten Speicherplatz an.
- Geben Sie den Namen (Hostname) des Servers an.
- Legen Sie die Menge an Arbeitsspeicher für die Virtuelle Maschine fest
- Wählen Sie den Festplatten-Typ aus
- Wählen Sie den Gast-Typ aus
- Legen Sie die CPU-Anzahl fest.

In der Rubrik Netzwerk:

Wählen Sie in der Auswahlliste vmbr0 aus.
Als MAC Adresse geben Sie die virtuelle MAC an, die Sie im Manager v3 für die IP dieser VM erstellt haben.

Wie man eine virtuelle MAC Adresse erstellt wird in folgender Hilfe beschrieben: http://hilfe.ovh.de/DedizierteVirtuelleMac

Klicken Sie anschliessend auf "Create".

Sobald die Virtuelle Maschine erstellt wurde muss diese gestartet werden, um mit deren Installation zu beginnen.

Dazu klicken Sie in Proxmox in der Rubrik Virtuelle Maschinen auf die entsprechende VM und Start. Klicken Sie ausserdem auf Open VNC Console, um die Konsole zu öffnen und die Installation des Systems zu starten.

Die Installation erfolgt ohne Konfiguration des Netzwerks. Die Netzwerk-Konfiguration erfolgt nach der Installation des Systems anhand folgender Anleitung: http://hilfe.ovh.de/BridgeClient


Eine Routed VM erstellen

Um eine Routed VM zu erstellen begeben Sie sich in Proxmox in die Rubrik "Virtuelle Maschinen" und wählen dort "Erstellen" aus.

Es wird dann folgendes Formular angezeigt:



Passen Sie dessen Einträge wie folgt an:

- Wählen Sie das Installationsmedium (Ihre .ISO Datei) aus.
- Geben Sie den gewünschten Speicherplatz an.
- Geben Sie den Namen (Hostname) des Servers an.
- Legen Sie die Menge an Arbeitsspeicher für die Virtuelle Maschine fest
- Wählen Sie den Festplatten-Typ aus
- Wählen Sie den Gast-Typ aus
- Legen Sie die CPU-Anzahl fest.

In der Rubrik Netzwerk:

Wählen Sie in der Auswahlliste vmbr1 aus.

Klicken Sie anschliessend auf "Create".

Sobald die Virtuelle Maschine erstellt wurde muss diese gestartet werden, um mit deren Installation zu beginnen.

Dazu klicken Sie in Proxmox in der Rubrik Virtuelle Maschinen auf die entsprechende VM und Start. Klicken Sie ausserdem auf Open VNC Console, um die Konsole zu öffnen und die Installation des Systems zu starten.

Die Installation erfolgt ohne Konfiguration des Netzwerks. Die Netzwerk-Konfiguration erfolgt nach der Installation des Systems. Als Gateway dient die IP-Adresse des Proxmox Hosts.

Beispiel für die Konfiguration einer Debian VM:

In /etc/network/interfaces:

auto lo eth0
iface lo inet loopback
iface eth0 inet static
address FAIL.OVER.IP
netmask 255.255.255.255
broadcast FAIL.OVER.IP
post-up route add IP.IHRES.SERVERS dev eth0
post-up route add default gw IP.IHRES.SERVERS
post-down route del IP.IHRES.SERVERS dev eth0
post-down route del default gw IP.IHRES.SERVERS


Und führen Sie folgenden Befehl aus:

echo "nameserver 213.186.33.99" > /etc/resolv.conf # DNS konfigurieren

Für andere Betriebssysteme müssen Sie die Angaben entsperchend anpassen, um das gleiche Ergebnis für die Netzwerk-Konfiguration zu erhalten.

Tip!
Für Windows 2003: Die Netzmaske 255.255.255.255 wird von Windows nicht akzeptiert. Hier die Vorgehensweise, um diese einzutragen:
  • Konfigurieren Sie Windows mit der Failover-IP. Der netmask Eintrag 255.255.255.255 wird nicht akzeptiert, tragen Sie deshalb temporär "255.255.255.0" ein.
  • Ändern Sie den netmask Eintrag mit dem Registry-Editor:
    • Klicken Sie auf "Start" und dann auf "Ausführen..."
    • Geben Sie "regedit" ein und bestätigen Sie.
    • Suchen Sie in HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\ nach dem Eintrag "SubnetMask" mit dem Wert "255.255.255.0" und ändern Sie diesen auf "255.255.255.255"


Setzen Sie anschliessend per SSH auf dem Proxmox Host folgenden Befehl ab (dabei FAIL.OVER.IP durch die korrekte IP-Adresse ersetzen):
ip route add FAIL.OVER.IP dev vmbr1



Eine NAT VM erstellen

Um eine NAT VM zu erstellen empfehlen wir Ihnen die Einrichtung einer Bridge zu diesem Zweck:

Bearbeiten Sie dazu per SSH als root die Datei /etc/network/interfaces:

vi /etc/network/interfaces


Und fügen Sie folgende Einträge hinzu:


auto vmbr2
iface vmbr2 inet static
address 192.168.0.254
netmask 255.255.255.0
bridge_ports none
bridge_stp off
bridge_fd 0
post-up echo 1 > /proc/sys/net/ipv4/ip_forward
post-up iptables -t nat -A POSTROUTING -s '192.168.0.0/24' -o vmbr0 -j MASQUERADE
post-down iptables -t nat -D POSTROUTING -s '192.168.0.0/24' -o vmbr0 -j MASQUERADE


Die erstellte Bridge aktivieren:
ifup vmbr2


Anschliessend Ihre Virtuelle Maschine wie folgt erstellen:



Passen Sie die Einträge im Formular wie folgt an:

- Wählen Sie das Installationsmedium (Ihre .ISO Datei) aus.
- Geben Sie den gewünschten Speicherplatz an.
- Geben Sie den Namen (Hostname) des Servers an.
- Legen Sie die Menge an Arbeitsspeicher für die Virtuelle Maschine fest
- Wählen Sie den Festplatten-Typ aus
- Wählen Sie den Gast-Typ aus
- Legen Sie die CPU-Anzahl fest.

In der Rubrik Netzwerk:

Wählen Sie in der Auswahlliste vmbr2 aus.

Klicken Sie anschliessend auf "Create".

Sobald die Virtuelle Maschine erstellt wurde muss diese gestartet werden, um mit deren Installation zu beginnen.

Dazu klicken Sie in Proxmox in der Rubrik Virtuelle Maschinen auf die entsprechende VM und Start. Klicken Sie ausserdem auf Open VNC Console, um die Konsole zu öffnen und die Installation des Systems zu starten.

Tragen Sie in der Netzwerk-Konfiguration der Virtuellen Maschine folgende sich auf unser Beispiel beziehende Angaben ein (die Konfiguration kann bereits während der Installation der Virtuellen Maschine durchgeführt werden):

IP 192.168.0.1
netmask 255.255.255.0
broadcast 192.168.0.255
gateway 192.168.0.254 (IP des vmbr2 auf dem Host)
nameserver 213.86.33.99

Nach Abschluss der Installation ist Ihre VM dann einsatzbereit und hat Zugriff auf das externe Netzwerk.

Wenn Sie Ihre VM per SSH erreichbar machen möchten, dann müssen Sie dafür einen Port von Ihrem Host auf den SSH Port Ihrer VM weiterleiten.

Dazu müssen Sie eine iptables Regel nach folgendem Vorbild erstellen:

iptables -t nat -A PREROUTING -i vmbr0 -p tcp --dport 1022 -j DNAT --to 192.168.0.1:22


Dieses Beispiel leitet den Port 1022 des Hosts auf den Port 22 der Virtuellen Maschine weiter. Dadurch ist die Virtuelle Maschine per SSH erreichbar, indem man die IP des Hosts mit dem Port 1022 aufruft.

Damit diese Regel nach jedem Neustart angewandt wird muss die Datei /etc/network/interfaces angepasst werden, um bei vmbr2 folgende Einträge zu erhalten:

auto vmbr2
iface vmbr2 inet static
address 192.168.0.254
netmask 255.255.255.0
bridge_ports none
bridge_stp off
bridge_fd 0
post-up echo 1 > /proc/sys/net/ipv4/ip_forward
post-up iptables -t nat -A POSTROUTING -s '192.168.0.0/24' -o vmbr0 -j MASQUERADE
post-down iptables -t nat -D POSTROUTING -s '192.168.0.0/24' -o vmbr0 -j MASQUERADE
post-up iptables -t nat -A PREROUTING -i vmbr0 -p tcp --dport 1022 -j DNAT --to 192.168.0.1:22
post-down iptables -t nat -D PREROUTING -i vmbr0 -p tcp --dport 1022 -j DNAT --to 192.168.0.1:22



OpenVZ



Beschreibung

Bei OpenVZ handelt es sich um eine sehr leistungsfähige Technologie zur Isolierung. Jedes VE (Virtual Environment) hat seine eigene Netzwerkkarte und Hardware und kann eine unterschiedliche Distribution verwenden. Es ist jedoch nicht möglich, andere Systeme als Linux (z.B. Windows, *BSD...) oder verschiedene Kernel in den VEs zu installieren.

Ab der Installation haben Sie "Templates" (von OVH für die Nutzung in den OpenVZ VEs vorbereitete Linux Distributionen) verfügbar, die Sie bei der Erstellung von VPS mit dem Webinterface verwenden können. Dies erlaubt es Ihnen, den ersten VPS mit 3 Klicks innerhalb von wenigen Augenblicken nach der Installation Ihres Servers mit Proxmox zu starten!


Eine Routed VM erstellen

Die einfachste Art, eine VE (Virtual Environment) ans Netzwerk anzubinden, ist unter Verwendung von Failover-IPs oder eines IP Blocks. OpenVZ übernimmt dann die Konfiguration des Routings.

Klicken Sie dazu auf "Virtuelle Maschinen", wählen Sie dort "Erstellen" und füllen Sie das Formular wie folgt aus:



Typ auswählen: Container (openvz)
Beim Modell wählen Sie das Template aus, das Sie für diese Virtuelle Maschine verwenden möchten.

Anschliessend:
- Geben Sie den gewünschten Speicherplatz an
- Geben Sie den Namen (Hostname) des Servers an
- Legen Sie die Menge an Arbeitsspeicher für die Virtuelle Maschine fest
- Legen Sie die Grösse des Swap Speichers fest
- Geben Sie das Root-Passwort des Servers an
- Geben Sie die Grösse der Festplatte an

Netzwerk: geben Sie bei der Erstellung Ihre Failover-IP und als Netzwerk-Typ "Virtual Network (venet)" an.

Danach müssen Sie die Virtuelle Machine nur noch starten, um diese verwenden zu können.

Klicken Sie dazu in Proxmox in der Auswahl der Virtuellen Maschinen auf die gewünschte VM und dann auf Start.


Eine NAT VM erstellen

Um eine OpenVZ VM mit NAT zu erstellen füllen Sie das Formular wie folgt aus:

Typ auswählen: Container (openvz)
Beim Modell wählen Sie das Template aus, das Sie für diese Virtuelle Maschine verwenden möchten.

Anschliessend:
- Geben Sie den gewünschten Speicherplatz an
- Geben Sie den Namen (Hostname) des Servers an
- Legen Sie die Menge an Arbeitsspeicher für die Virtuelle Maschine fest
- Legen Sie die Grösse des Swap Speichers fest
- Geben Sie das Root-Passwort des Servers an
- Geben Sie die Grösse der Festplatte an

Netzwerk: geben Sie bei der Erstellung eine private IP (Beispiel: 10.0.0.1) und als Netzwerk-Typ "Virtual Network (venet)" an.

Führen Sie anschliessend per SSH folgenden Befehl auf dem Host aus:

iptables -t nat -A POSTROUTING -s 10.0.0.0/24 -o vmbr0 -j SNAT --to IP.ihres.host.servers


Danach müssen Sie die Virtuelle Machine nur noch starten, um diese verwenden zu können.

Klicken Sie dazu in Proxmox in der Auswahl der Virtuellen Maschinen auf die gewünschte VM und dann auf Start.

Wenn Sie Ihre VM per SSH erreichbar machen möchten, dann müssen Sie dafür einen Port von Ihrem Host auf den SSH Port Ihrer VM weiterleiten.

Dazu müssen Sie eine iptables Regel nach folgendem Vorbild erstellen:

iptables -t nat -A PREROUTING -i vmbr0 -p tcp --dport 1022 -j DNAT --to 10.0.0.1:22


Dieses Beispiel leitet den Port 1022 des Hosts auf den Port 22 der Virtuellen Maschine weiter. Dadurch ist die Virtuelle Maschine per SSH erreichbar, indem man die IP des Hosts mit dem Port 1022 aufruft.

Damit diese Regel nach jedem Neustart angewandt wird müssen Sie in /etc/init.d/nat-vz eine Startdatei mit folgendem Inhalt erstellen:

#!/bin/sh

case "$1" in
start) echo "Starting iptables NAT for openvz"
#ip.ihres.host.servers durch die Ausgangs-IP ersetzen
/sbin/iptables -t nat -A POSTROUTING -s 10.0.0.0/24 -o vmbr0 -j SNAT --to ip.ihres.host.servers

#die iptables Regeln für die Port-Weiterleitung hinzufügen
/sbin/iptables -t nat -A PREROUTING -i vmbr0 -p tcp --dport 1022 -j DNAT --to 10.0.0.1:22

;;

stop) echo "Stopping iptables NAT for openvz"
#ip.ihres.host.servers durch die Ausgangs-IP ersetzen
/sbin/iptables -t nat -D POSTROUTING -s 10.0.0.0/24 -o vmbr0 -j SNAT --to ip.ihres.host.servers

#die iptables Regeln für die Port-Weiterleitung hinzufügen
/sbin/iptables -t nat -D PREROUTING -i vmbr0 -p tcp --dport 1022 -j DNAT --to 10.0.0.1:22
;;

*) echo "Usage: /etc/init.d/nat-vz {start|stop}"
exit 2
;;

esac
exit 0


Machen Sie das Skript anschliessend ausführbar:
chmod 755 /etc/init.d/nat-vz


Und geben Sie an, dass es beim Start des Servers ausgeführt werden soll:

update-rc.d nat-vz defaults



Eine Bridge VM erstellen

Von dieser Konfiguration wird aus Performance-Gründen abgeraten, sie wird deshalb in dieser Hilfe nicht behandelt.


Hinweise:


Updates: Die Distribution enthält den originalen Proxmox Kernel. Bitte überprüfen Sie den Inhalt von /boot/grub/menu.lst, vor allem die Einstellung "root=", bevor Sie Ihren Server nach einem Update neu starten! Für Updates zwischen Major-Versionen können zusätzliche Schritte erforderlich sein; in diesem Fall erhalten Sie dazu weitere Informationen in der Rubrik "Distributions/OS" auf der Seite http://status.ovh.net/.

Mailingliste: Für weitergehende Informationen zur Installation von VPS ziehen Sie die [http://pve.proxmox.com/wiki/Installation#Create_Virtual_Machines zu Rate, bei Fragen oder Problemen steht Ihnen auch die VPS Mailingliste vps@ml.ovh.net zur Verfügung (französisch und englisch, zum Anmelden leere Mail an vps-subscribe@ml.ovh.net senden).