Die Proxmox Distribution

ACHTUNG : Falls Sie mit virtuellen MAC-Adressen arbeiten, beachten Sie bitte nur folgende Hilfe: ProxmoxBridge

Beschreibung


Proxmox ist eine Virtualisierungsdistribution, die die Möglichkeit bietet, virtuelle Server (VPS) mit den OpenVZ und Linux KVM Technologien gleichzeitig zu verwalten. Die Verwaltung erfolgt ganz einfach mit wenigen Klicks über ein Webinterface, auf das Sie nach der Installation Ihres Servers Zugriff haben. Verbinden Sie sich mit dem Interface, das Sie unter https://ihrserver.ovh.net finden, mit dem Benutzernamen root und dessen Passwort.

Die beiden Virtualisierungstechnologien OpenVZ und Linux KVM unterscheiden sich beim Grad der Virtualisierung und darum auch in der Leistung. Proxmox erlaubt es Ihnen, VPS die diese beiden Technologien nutzen gleichzeitig zu verwenden.


Isolierung mit OpenVZ


Bei OpenVZ handelt es sich um eine sehr leistungsfähige Technologie zur Isolierung. Jedes VE (Virtual Environment) hat seine eigene Netzwerkkarte und Hardware und kann eine unterschiedliche Distribution verwenden. Es ist jedoch nicht möglich, andere Systeme als Linux (z.B. Windows, *BSD...) oder verschiedene Kernel in den VEs zu installieren. Da die OpenVZ VEs sehr leistungsfähig sind empfehlen wir, die Nutzung dieser Methode gegenüber Linux KVM zu favorisieren.

Ab der Installation haben Sie "Templates" (von OVH für die Nutzung in den OpenVZ VEs vorbereitete Linux Distributionen) verfügbar, die Sie bei der Erstellung von VPS mit dem Webinterface verwenden können. Dies erlaubt es Ihnen, den ersten VPS mit 3 Klicks innerhalb von wenigen Augenblicken nach der Installation Ihres Servers mit Proxmox zu starten!


Virtualisierung mit Linux Kernel Virtual Machine (Linux KVM)


Linux KVM macht "full virtualisation" und benötigt darum einen Prozessor mit Virtualisierungsfunktionen (VMX). Dies erlaubt es Ihnen, das Betriebssystem Ihrer Wahl von einer von einer Installations-CD erstellten .iso Datei aus zu installieren. Platzieren Sie die .iso Dateien in dem Ordner /var/lib/vz/template/iso/ auf Ihrem Server, um diese über das Webinterface verwenden zu können.


Virtuelle Netzwerke mit Proxmox

Genau wie "echte" Netzwerke auch können virtuelle Netzwerke kompliziert sein. Ausserdem ist es bei diesen nicht möglich, ein Kabel zu verfolgen oder auf das Equipment zu schauen um herasuzufinden, was im Innern passiert. Hier einige Details die es Ihnen erleichtern sollen, die Funktionsweise von Proxmox zu verstehen.


Netzwerk - OpenVZ


Die einfachste Art und Weise, ein VE (virtual environment) in ein Netzwerk zu stellen, ist die Verwendung eines IP Blocks auf den EG/MG/HG Servern oder die Verwendung der Fail-Over IPs. In diesem Fall übernimmt OpenVZ die Konfiguration des Routings. Auf dem Server können Sie dies mit `ip route show` überprüfen, die der VE zugeteilte IP muss dort aufgeführt und zum Interface venetX geroutet sein, zum Beispiel "venet0".
Um dies zu erreichen wählen Sie bei der Erstellung den Netzwerktyp "Virtual Network (venet)" (und nicht "veth").


Netzwerk - Linux KVM


Linux KVM macht "vollständige" Virtualisierung. Wir werden also ein "vollständiges" virtuelles Netzwerk für die VPS erstellen, inklusive der enstsprechenden Netzwerkkarten, Verbindungen und einem Switch.

- Switch: bridge "vmbr1"
- Interfaces: tap0, tap1, ...
- Die Verbindung erfolgt dann wenn die KVM Instanz gestartet wird, indem die Interfaces tapX der Bridge hinzugefügt werden.

Alles was Sie in das Interface tap0 eingeben kommt auf der anderen Seite heraus: beim eth0 der KVM Instanz. Und alles was die KVM Instanz verlässt kommt über das Interface tap0 heraus.
Man muss also nur noch den Traffic der KVM Instanzen zur Bridge vmbr1 leiten (=routen), die keine IP-Adresse hat (siehe Schema)

Auf diese Weise verlassen die MAC Adressen der TAP Interfaces nicht den Server, da der gesamte Traffic über eth0 geroutet wird.




Wie kann man das virtuelle Netzwerk für Linux KVM realisieren


Bei der Erstellung wählen Sie als Netzwerktyp (network type) "Bridged Ethernet (tap)". Dann müssen einige manuelle Änderungen durchgeführt werden:

Auf dem host:
# ip route add IHRE_FAILOVER_IP dev vmbr1


Auf dem guest, wenn es ein Linux ist:
# ifconfig eth0 IHRE_FAILOVER_IP/32 up # das Interface konfigurieren
# ip route add default dev eth0 # die default route hinzufügen
# echo "nameserver 213.186.33.99" > /etc/resolv.conf # DNS konfigurieren


Wenn es ein anderes System ist (Windows, *BSD; ...), dann müssen Sie die Befehle entsprechend anpassen um das gleiche Resultat zu erzielen.

Für weitere Informationen zur Installation von VPS können Sie die Webseite von Proxmox nutzen und unsere Hilfe ProxmoxBridge.